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17. Juni 2022

Strom nur aus erneuerbaren Energiequellen?

Bild einer Solarstromanlage mit Windrädern im Hintergrund

Eine Analyse des WWF hat ergeben, dass für eine vollständige Energiewende nur 2 bis 2,5 Prozent der Landesfläche mit erneuerbaren Energielieferanten bestückt werden müsste, um komplett auf nachhaltige Energiequellen umzusteigen. Die Natur würde dabei nicht zu Lasten kommen.

Haben wir genug Platz?

„Verweigerer“ der Energiewende behaupten oft, dass es in Deutschland an Platz fehle, um die Photovoltaik- und Windenergie weiter auszubauen. Der Umweltverband WWF hat 2018 eine Studie veröffentlicht, die dieses Argument entkräftet. Daraus kann entnommen werden, dass wir in Deutschland genug Fläche haben, um vollständig von fossilen auf erneuerbare Stromquellen umzustellen, mit dem Ziel unsere Ökobilanz zu verbessern, ohne die Natur zu schädigen.

Nur 2,5 Prozent bei Windkraftwerken und nur 2 Prozent bei PV-Anlagen

Genauer Gegenstand dieser Studie war die Analyse der Flächen der Landkreise nach potentiellen Standorten für Photovoltaik- und Windkraftwerke unter Berücksichtigung nötiger Abstände zu Siedlungen und Natur- und Artenschutzgebieten. Wenn dabei vermehrt auf Windenergie gesetzt werden müsste, würde man 2,5 Prozent der Gesamtfläche benötigen. Die Autoren der Studie rechnen im Jahr 2050 in diesem Fall mit Onshore-Windkraftwerken mit einer Leistung von 178 Gigawatt, Offshore-Windkraftwerken mit einer Leistung von 51 GW und Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 154 GW. Wenn allerdings vermehrt PV-Anlagen in diesem Gedankenexperiment zum Einsatz kommen würden, müsste man nur 2% der Gesamtfläche in Anspruch nehmen. Hier würden die Autoren von Onshore-Windkraftwerken mit einer Leistung von 115 GW, Offshore-Windkraftwerken mit einer Leistung von 51 GW und PV-Anlagen mit einer Leistung von 313 GW ausgehen. Der Rechnung liegt zu Grunde, dass man in diesem Fall nahezu das gesamte Aufdach-Potenzial der Photovoltaik ausschöpfen könnte, um wirtschaftlich Energie mit Solaranlagen zu generieren.

Effiziente Nutzung der Landesflächen für erneuerbare Energielieferanten

Beide Szenarien sind laut der Studie also theoretisch flächentechnisch ohne Probleme realisierbar. Zu beachten ist dabei allerdings, dass neben restriktionsfreien Flächen nach 2045 auch ein kleiner Anteil der Landesflächen für erneuerbare Energiequellen verwendet werden muss, der mit flächenseitigen Restriktionen verbunden sein könnte. Wegen Nutzungskonflikten oder Einschränkungen mit Blick auf die Raumwirkung könnten hier sogenannte „weiche Restriktionen“ zum Tragen kommen. Diese Inanspruchnahme kleiner Flächen mit weichen Restriktionen wäre jedoch nicht zwingend nötig, wenn man neben dem Windkraftausbau schwerpunktmäßig auf Solarenergie setzen würde.

Ausblick in die Zukunft der deutschen Energielandschaft

Abschließend geht die Studie davon aus, dass im Jahr 2050 rund 700 Terrawattstunden Strom aus nachhaltigen Energiequellen erzeugt werden müssen. Andere Studien und Expertenmeinungen setzen diesen Wert sogar deutlich höher an. Das „Fraunhofer Institut Erneuerbare Energien“ beispielsweise erwartet eine Stromproduktion von ca. 1.000 Terrawattstunden durch erneuerbare Lieferanten, um den Gesamtbedarf an Energie aller Stromanwendungen zu decken.

Wenn Sie nun weitere Fragen zu diesem Thema haben oder Ihren persönlichen Beitrag für die Energiewende leisten wollen, können Sie uns jetzt ganz einfach kontaktieren, um sich Ihren individuellen PV-Traum zu erfüllen.

Über Donau Energietechnik

Wir sind Spezialisten für Photovoltaikanlagen und Energiespeichersysteme mit 15 Jahren Erfahrung. Voller Enthusiasmus setzen wir uns für den Erfolg der erneuerbaren Energien ein.

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