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16. Juni 2022

Ist es sinnvoll einen Stromspeicher nachzurüsten?

Symbolbild eines Stromspeichersystems

In der Regel wird der Stromspeicher zusammen mit der Photovoltaikanlage installiert. Sollte man sich aber eine PV-Anlage ohne Speicher angeschafft haben, kann man diese auch nachträglich einbauen lassen. Doch wieso sollte man überhaupt einen Stromspeicher nachrüsten tun und worauf muss bei der Nachrüstung geachtet werden? Welche gesetzlichen Vorgaben und Fördermöglichkeiten gibt es? Im Folgenden beantworten wir alle relevanten Fragen zu diesem Thema.

Warum sollte ich einen Stromspeicher nachrüsten?

Dadurch dass die Strompreise stetig steigen und die Einspeisevergütung kontinuierlich sinkt, ist es sinnvoll, den durch die Solaranlage produzierten Strom zwischenzuspeichern, um ihn entweder später selbst zu nutzen oder ihn zu besseren Konditionen einzuspeisen. Die Größe des Stromspeichers ist dabei abhängig von verschiedenen Faktoren. Durch die Nachrüstung eines Stromspeichers ergeben sich also Vorteile wie ein langfristiges Einsparen von Kosten, eine größere Nutzung nachhaltiger Energie und mehr Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz. Trotz all dieser Vorteile ist eine Kostenrechnung im Vorfeld äußerst sinnvoll. Man sollte vor der Investition also die entsprechenden Kosten und die mögliche Stromkostenersparnis ermitteln und miteinander vergleichen. So kann individuell und fallbezogen entschieden werden, ob eine Nachrüstung auch finanziell rentabel ist oder nicht.


Welche Anlagen lassen sich mit einem Stromspeicher nachrüsten?

Rein technisch betrachtet kann jede PV-Anlage mit einem Stromspeicher nachgerüstet werden. Für Solaranlagen, die ab 2012 installiert wurden, ist ein Stromspeicher in den meisten Fällen sinnvoll und rentabel. Seit diesem Jahr sind nämlich die Strompreise, Steuern und Abgaben höher gestiegen als die Einspeisevergütung in das öffentliche Stromnetz. Eine individuelle Kostenrechnung für die Nachrüstung eines Stromspeichers ist angebracht bei Anlagen, die zwischen 2009 und 2012 errichtet wurden, denn bei ihnen wird der Eigenverbrauch des produzierten Stroms selbst vergütet. Diese Vergütung ist dabei abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem genauen Zeitpunkt der Inbetriebnahme, der Größe der Anlage und dem Eigenverbrauchsanteil. Photovoltaikanlagen, die vor 2009 errichtet wurden, nehmen dabei eine gesonderte Position ein, weil eine Nutzung des erzeugten Stroms bei ihnen überhaupt nicht möglich ist. Diese Anlagen haben in der Regel einen Förderzeitraum von 20 Jahren, in dem die Einspeisung rentabel ist. Im Anschluss an diesen Zeitraum ist die Nachrüstung eines Stromspeichers sehr fraglich und hängt von der geplanten Weiterverwendung der PV-Anlage ab.

Welche gesetzlichen Vorgaben gibt es?

Der Anlagenbetreiber ist immer dazu verpflichtet, die Installation eines Stromspeichers im Marktstammdatenregister zu registrieren, unabhängig davon, ob er nachgerüstet wurde oder von Anfang an bei der Solaranlage dabei war. Die genaue Art des Speichergeräts spielt dabei ebenfalls keine Rolle. Sollte die Registrierung nicht oder zu spät geschehen, kann es zu Kürzungen von Förderungen kommen.

Wie wird ein Stromspeicher nachgerüstet?

Das Nachrüsten selbst ist im Regelfall sehr unkompliziert. Bei Volleinspeiser-Anlagen muss jedoch bedacht werden, dass eventuell die Stromkreise und Verkabelungen im Haus geändert und angepasst werden müssen, damit der Strom der Photovoltaikanlage von den Geräten im Haus genutzt werden kann. Im Grunde genommen unterscheidet man zwei Möglichkeiten der nachträglichen Nachrüstung eines Stromspeichers. Erstens gibt es die Option, den Stromspeicher hinter dem Wechselrichter anzuschließen. Auf der anderen Seite kann der Speicher auch direkt hinter den Solarmodulen und damit vor dem Wechselrichter installiert werden. Die erste Möglichkeit hat den Vorteil, dass das Speichergerät unabhängig vom Wechselrichter ausgesucht werden kann und somit das bestehende System nicht sonderlich groß verändert werden muss. Wegen dieser Flexibilität ist die erste Option beliebter, obwohl sie minimal weniger effizient ist als die zweite Möglichkeit. Bei der zweiten Variante arbeitet der Wechselrichter bei geringer Spannung auf Höchstleistung, weshalb eine ideale Batteriespannung essenziell ist, um mögliche Fehlerquellen am Wechselrichter aufgrund von Schwankungen in der Spannung zu vermeiden. Meistens ist die erste Option also unkomplizierter und kostengünstiger.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Für den Neubau einer PV-Anlage inklusive Stromspeicher gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten, doch auch eine Nachrüstung wird häufig finanziell unterstützt. Diese Fördermöglichkeiten laufen fast ausschließlich über die Bundesländer und Kommunen, wobei regionale Unterschiede in der Förderungsbewilligung und Förderungshöhe bestehen. Spezialfälle und Sonderregelungen sind nicht ausgeschlossen, weswegen eine ausführliche Recherche in jedem Fall unerlässlich ist. Neben den regulären Fördermöglichkeiten besteht auch die Option der Finanzierung mithilfe eines KfW-Kredits, der für den Neubau und die Nachrüstung eines Stromspeichers ausgestellt wird.

Kann die Nachrüstung eines Stromspeichers steuerlich abgesetzt werden?

Bei diesem Thema besteht ein grundliegender Unterschied zwischen PV-Anlagen, die von Anfang an mit einem Stromspeicher geplant wurden und welchen, bei denen nachgerüstet wurde. Im Falle der Nachrüstung eines Stromspeichers kann die Vorsteuer nämlich nur dann erstattet werden, wenn der Speicher für unternehmerische Zwecke genutzt wird.

Einen Stromspeicher nachzurüsten ist in der Regel ohne weiteres möglich. Die Photovoltaikanlage an sich muss bei einer Nachrüstung im Regelfall nicht verändert werden, aber dennoch gibt es vor der Installation verschiedene Faktoren, die abgewogen werden müssen, um eine rentable Entscheidung treffen zu können. Unter anderem geht es dabei um das Alter der betroffenen Anlage, regionale Fördermöglichkeiten und gesetzliche Vorgaben. Hieraus erkennt man, dass vor der Nachrüstung eines Stromspeichers eine individuelle Prüfung erfolgen muss, um eine sinnvolle Wahl zu treffen.

Wenn Sie nun weitere Fragen zu Stromspeichern und deren Nachrüstungen haben oder Ihr persönliches PV-Projekt angreifen wollen, können Sie uns jetzt ganz einfach kontaktieren.

Über Donau Energietechnik

Wir sind Spezialisten für Photovoltaikanlagen und Energiespeichersysteme mit 15 Jahren Erfahrung. Voller Enthusiasmus setzen wir uns für den Erfolg der erneuerbaren Energien ein.

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